Angestoßen von einer Diskussion im Degenesis-Forum habe ich mir so meine Gedanken darüber gemacht warum Degenesis als "Depri"-Spiel gescholten wird, auch von mir. Ich kam für mich recht schnell darauf das ich keinen Platz für Helden in dem Setting sehe.
Für mich liest sich das als wenn nach 500 Jahren alles noch kaputter, schlimmer und grausamer geworden ist als es einige Dekaden nach dem Eschaton war. Selbst das zarte Pflänzchen Protektorat das im Erblühen ergriffen scheint, ist nichts weiter als ein durch die äußeren Umstände und die Kulte pervertiertes Etwas. Eher einem Schleimpilz gleich als einem Eichensetzling, der den Sporen mindestens ebenso gut stand halten könnte. Keine Identifikationsfiguren, keine Hoffnung auf Besserung. Es ist nicht einmal sicher ob dieser Pilz überlebt oder einfach hinweg geweht wird.
Das in meinen Augen schlimmste dabei ist auch das anscheinend davon ausgegangen wird das die Charaktere teil dieser menschenverachtenden Maschinerie namens Kulte sind. Alles was sie tun können ist um ihre blanke Existenz zu kämpfen.
Anstatt Hoffnungsträger für ihre Kulte und die Menschlichkeit zu sein sind sie nur stumpfer und gehirngewaschener Teil dieses Sogs der alles abwärts reißt.
Die Rolle des Helden und Silberstreifs in der Dunkelheit aber wird ihnen verwehrt. Zumindest vermittelt das GRW für mich diesen Eindruck. Doch nicht nur der Schreibstil trägt dazu bei. Da wäre noch das mitgelieferte Abenteuer (ich meine was tun die Charaktere denn da?) der Metaplot (von dem nicht mal der SL etwas wissen darf) und die Regeln.
Es ist nichts schlimmes daran genau das was ich schrieb zu mögen. ICH mag es nicht.
Ich mag tatsächlich die Menschen spielen die außergewöhnliche Dinge tun, die anderen Hoffnung geben, die wieder aufbauen anstatt nur zu überleben und sich winden müssen um nicht zwischen größeren Mächten zerquetscht zu werden. Das mag von Anderen powergaming oder bashen oder mit dicker Knarre in der Hand und Kippe im Mundwinkel Mutanten abknallen genannt werden. Wobei das nur ein kleiner Teil meiner Vorstellung von Hoffnungsträgern ist. ;) Genau das ist es glaube ich auch, warum viele so denken wie ich und in DeGen ein Depri-Spiel sehen. Es gibt keinen Platz für Helden.
Das strahlende Helden ohne dunkle Seiten, Macken, Ecken und Kanten, vor allem in einem Endzeitsetting, reichlich lahm sind das sehe ich natürlich auch. Sowas will ich auch gar nicht. Es wäre aber schön wenn man überhaupt nur ein Teelicht in der Dunkelheit sehen würde.
Das sehe ich aber nicht. Nicht weil ich Schwarzmalen will, sondern weil ich das Material das im Moment da ist gelesen habe und für mich interpretiert habe. Das ist der Eindruck den mir die Bücher vermitteln. Ich sauge mir das ja nicht an den Fingern. Ich will Degenesis mögen, denn im Grunde ist das Setting super. Es schmerzt mich nur zu sehen wie es vermittelt wird.
Nach der Diskussion im Forum bin ich mir zugegebenermaßen nicht mehr sicher. Mag es tatsächlich genug Platz für Helden und Heldentaten geben und es gibt vielleicht sogar etwas Beschützenswertes? Ich werde aufjedenfall die Augen danach offen halten wenn ich das nächste Mal durch die Degenesis-Bücher blättere. So schlimm kann das alles ja gar nicht sein. :)
Für mich liest sich das als wenn nach 500 Jahren alles noch kaputter, schlimmer und grausamer geworden ist als es einige Dekaden nach dem Eschaton war. Selbst das zarte Pflänzchen Protektorat das im Erblühen ergriffen scheint, ist nichts weiter als ein durch die äußeren Umstände und die Kulte pervertiertes Etwas. Eher einem Schleimpilz gleich als einem Eichensetzling, der den Sporen mindestens ebenso gut stand halten könnte. Keine Identifikationsfiguren, keine Hoffnung auf Besserung. Es ist nicht einmal sicher ob dieser Pilz überlebt oder einfach hinweg geweht wird.
Das in meinen Augen schlimmste dabei ist auch das anscheinend davon ausgegangen wird das die Charaktere teil dieser menschenverachtenden Maschinerie namens Kulte sind. Alles was sie tun können ist um ihre blanke Existenz zu kämpfen.
Anstatt Hoffnungsträger für ihre Kulte und die Menschlichkeit zu sein sind sie nur stumpfer und gehirngewaschener Teil dieses Sogs der alles abwärts reißt.
Die Rolle des Helden und Silberstreifs in der Dunkelheit aber wird ihnen verwehrt. Zumindest vermittelt das GRW für mich diesen Eindruck. Doch nicht nur der Schreibstil trägt dazu bei. Da wäre noch das mitgelieferte Abenteuer (ich meine was tun die Charaktere denn da?) der Metaplot (von dem nicht mal der SL etwas wissen darf) und die Regeln.
Es ist nichts schlimmes daran genau das was ich schrieb zu mögen. ICH mag es nicht.
Ich mag tatsächlich die Menschen spielen die außergewöhnliche Dinge tun, die anderen Hoffnung geben, die wieder aufbauen anstatt nur zu überleben und sich winden müssen um nicht zwischen größeren Mächten zerquetscht zu werden. Das mag von Anderen powergaming oder bashen oder mit dicker Knarre in der Hand und Kippe im Mundwinkel Mutanten abknallen genannt werden. Wobei das nur ein kleiner Teil meiner Vorstellung von Hoffnungsträgern ist. ;) Genau das ist es glaube ich auch, warum viele so denken wie ich und in DeGen ein Depri-Spiel sehen. Es gibt keinen Platz für Helden.
Das strahlende Helden ohne dunkle Seiten, Macken, Ecken und Kanten, vor allem in einem Endzeitsetting, reichlich lahm sind das sehe ich natürlich auch. Sowas will ich auch gar nicht. Es wäre aber schön wenn man überhaupt nur ein Teelicht in der Dunkelheit sehen würde.
Das sehe ich aber nicht. Nicht weil ich Schwarzmalen will, sondern weil ich das Material das im Moment da ist gelesen habe und für mich interpretiert habe. Das ist der Eindruck den mir die Bücher vermitteln. Ich sauge mir das ja nicht an den Fingern. Ich will Degenesis mögen, denn im Grunde ist das Setting super. Es schmerzt mich nur zu sehen wie es vermittelt wird.
Nach der Diskussion im Forum bin ich mir zugegebenermaßen nicht mehr sicher. Mag es tatsächlich genug Platz für Helden und Heldentaten geben und es gibt vielleicht sogar etwas Beschützenswertes? Ich werde aufjedenfall die Augen danach offen halten wenn ich das nächste Mal durch die Degenesis-Bücher blättere. So schlimm kann das alles ja gar nicht sein. :)